„d’Gass“: WIGE Hohenems informiert sich über Entwicklung der Marktstaße

Kleine, kreative Geschäfte und Wohnungen sollen Hohenemser Innenstadt beleben

Hohenems, 14. November 2013 – „Entwicklung Innenstadt – Perspektive 2015“ – unter diesem Titel baten die Obleute der WIGE Hohenems Marianne Jaspers und Gunther Fenkart am 13. November zum vierteljährlich statfindenden WIGE-Treff. Bei einem Rundgang durch „d‘Gass“, wie die bald wiederbelebte Marktstraße genannt wird, stand vor allem der Einzelhandel im Fokus. Nach einem Konzept der Lacha & Partner GmbH sollen hier anstelle großer Geschäftsflächen und Handelsketten kleine, individuelle Ladenlokale entstehen. Zahlreiche Interessierte waren beim Rundgang dabei.


Zwei Bauvorhaben wird der Projektentwickler Lacha & Partner bis Ende 2015 in der Marktstraße in Hohenems umsetzen. Mit Investitionen von rund elf Millionen Euro werden sieben denkmalgeschützte Gebäude saniert und vier Neubauten errichtet. Im sogenannten Beck-Areal haben die Bau- und Sanierungsarbeiten bereits begonnen, und beim Projekt „Marktstraße Nord“ werden gleich fünf Häuser gemäß Denkmalschutz saniert. Zusätzlich entstehen zwei Neubauten.


„Als wichtigen Impuls für Hohenems“, bezeichnet Wirtschaftsstadtrat Karl Dobler die beiden Stadtentwicklungsprojekte bei seiner kurzen Ansprache: „Die gemischte Nutzung aus Geschäftsflächen, Büros und Wohnungen bringt mehr Menschen in die Innenstadt“, betont er. „Die Marktstraße wird sich dadurch in den nächsten Jahren deutlich positiv entwickeln“, schließt sich WIGE-Obmann Gunther Fenkart dieser Meinung an.


Klasse statt Masse

Projektentwickler Lacha & Partner setzt bei beiden Projekten auf kleine, individuelle und qualitativ hochwertige Läden. Angedacht sind etwa Geschäfte für Lebensmittel-Spezialitäten, eine Schreibwarenhandlung, Mode- und Schmuckdesignateliers oder ein Bioladen. Ein erstes Geschäft nach diesem Konzept existiert bereits: Im kürzlich eröffneten „Lusthaus“ in der Schweizerstraße konnten sich die rund 100 gekommenen WIGE-Mitglieder vom innovativen Angebot des Feinkost- und Geschenkeshops im Zentrum von Hohenems überzeugen.

 

„Die Hohenemser Innenstadt wird sich mit diesem Konzept von den anderen Innenstädten mit den üblichen Handelsketten wohltuend unterscheiden“, ist Projektentwickler Markus Schadenbauer-Lacha überzeugt. Die Kundenfrequenz im Jüdischen Viertel und der Marktstraße wird sich von derzeit 300 auf etwa 700 Personen pro Tag mehr als verdoppeln. In den neuen Wohnungen werden rund 100 Menschen zusätzlich direkt im Zentrum leben. In Büros und Geschäften entstehen rund 50 neue Arbeitsplätze.